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St.
Franz von Sales - Kandern |
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Geschichte
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St.
Franz-von-Sales Lebenslauf
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Am 28. August 1567 fand dann die feierliche Taufe statt. Seine Eltern waren eine wohlhabende Adelsfamilie in Savoyen, bei denen er schon sehr früh lernte, Armen und Notleidenden zu helfen. Niemand, der im Schloss um ein Almosen oder Essen bat, verließ dieses mit leeren Händen. Von der Mutter erhielt Franz die religiöse Bildung und sein Vater hoffte auf eine standesgemäße Karriere als Soldat oder Jurist. Ab dem 6. Lebensjahr ging Franz in die Schule von La Roche und von 1575 bis 1578 ins Kolleg Chappulsien in Annecy. Er war ein Musterschüler von hoher Intelligenz. Am 17.12.1577 empfing er die erste Hl. Kommunion und wurde gleichzeitig gefirmt, wie es damals üblich war. Am 20.11.1578 ließ er sich eine Tonsur schneiden mit dem Willen Priester zu werden, obwohl der Vater mit ihm andere Pläne hatte. Von Dezember 1586 an war er 6 Wochen in Paris und erlebte dort eine Glaubenskrise. Er glaubte sich für die Hölle bestimmt und betete in seiner Not in der Kapelle St. Etienne des Gres zur Schwarzen Madonna und überwindet Mitte Januar 1587 diese Krise. Er erkennt Gott als die Liebe: Alles, was Gott will, wird für ihn gut sein. 1588 wechselt er an die Universität nach Padua und studiert Rechts-wissenschaften im Gehorsam gegenüber seinem Vater. 1591 promoviert er in weltlichem und kirchlichem Recht. Unter der geistlichen Begleitung des Jesuiten Antonio Possevino reift sein Entschluss, Priester zu werden. Sein Vater fiel aus allen Wolken, als er ihm dies eröffnete. Es gäbe dann weder eine Heirat, wie er sie schon vorgesehen hatte, noch würde er Rechtsanwalt werden.
Der Bischof Claude de Granier von Genf-Annecy ernannte Franz zum Domprobst und hielt Für-sprache für ihn bei seinem Vater. So studierte er von Juni bis Dezember 1593 Theologie und wurde am 18.12.1593 zum Priester geweiht. Seine erste Amtshandlung als Priester war die Taufe seiner jüngsten Schwester Jeanne (12. Kind der Familie). 1594 meldet er sich freiwillig für eine lebensgefährliche Mission. 4 Jahre lang versucht er die Menschen in Chablais für die Wahrheit des katholischen Glaubens gegenüber der Lehre Calvins zu überzeugen. Dabei entrann er einige Male nur knapp geplanten Mordanschlägen. 1598 reiste er als Vertreter seines Bischofs nach Rom, da er von ihm als sein Nachfolger vorgesehen worden war. Am 22.3.1599 wurde er vom Papst Clemens VIII einer „Bischofsprüfung“ unterzogen. Papst und anwesende Kardinäle staunten über sein Wissen. Der Papst beglückwünschte ihn mit den Worten:“ Trink Wasser, mein Sohn, aus deiner eigenen Zisterne und was aus deinem eigenen Brunnen quillt. Nach draußen sollen deine Quellen sich ergießen, auf freie Plätze deine Wasserbäche.“ Im April 1602 führt er Gespräche mit König Heinrich IV in Paris um die Erlaubnis, katholische Priester in den Teilen der Diözese Genf-Annecy einzusetzen, die mehrheitlich calvinisch waren und dem König unterstanden. Dieses Ziel hat er leider nicht erreicht. Er lernte aber während seines Parisaufenthaltes den Kreis um Madam Acone kennen, der sich mit Laien für die Verwirklichung des Christentums einsetzte (dies war Anregung für sein späteres Buch "Philothea"). Am 8.12.1602 wurde er in Thorons zum Bischof geweiht. In einer Kirche in Dijon kam es am 4.3.1604 zur ersten Begegnung mit der Witwe Johanna Franziska von Chantal, deren Mann 1601 bei einem Jagdunfall ums Leben gekommen war. Zu ihr verbindet ihn fortan eine tiefe geistige Freundschaft. Sie gründet mit seiner Hilfe am 6.6.1610 den Orden der Heim-suchung Mariens. ( Bis zum Tod von Franz gab es schon 13 Klöster und bis zum Tod von Franziska (1641) 87 Klöster). Franziska lagen die Kinder besonders am Herzen und so kam es am 11.1.1604 zum „Fest des Katechismus“, bei dem alle Kinder im Dom vom Bischof Franz persönlich im Glauben unterrichtet wurden. Als erster Bischof besucht Franz alle Pfarreien (mehr als 300) seiner Diözese und hält dabei ca. 3000 Predigten. Am 31. Juli 1616 erscheint sein theologisches Meisterwerk: „Traité de l´amour de Dieu“ – eine Abhandlung über die Gottesliebe. Gegen Ende seines Lebens plagen ihn eine offene Beinwunde, Magenprobleme und hoher Blutdruck. Als Koadjutor erhält er seinen Bruder Jean François de Sales, der ihm eine Hilfe wird . Auf dem Rückweg einer Dienstreise nach Frankreich erlitt Franz am 27.12.1622 Im Kloster der Heimsuchung in Avignon einen Schlaganfall, an dem er einen Tag später stirbt. Im Januar 1623 wird er nach Annecy überführt und am 30. Januar 1623 beigesetzt. Seine Seligsprechung erfolgt am 28.12.1661 und am 19.1.1665 wird er heilig gesprochen. 1872 ernannte ihn Papst Pius IX zum Kirchenlehrer und 1923 Papst Pius XI zum Schutzpatron der Journalisten..
( D. Hübler StD i.R.) |
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Update: 07 August 2011
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