St. Franz von Sales - Kandern

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Geschichte

 

 

 

 

 

 

 

St. Franz-von-Sales (2)

  

Kirche ( ab 1960 )

           

Symbolfenster Ostwand

     

Hauptaltar und Lebensbaum

 

     

Marienfigur

 

        

Franz von Sales (Kirchenpatron)

 

    

Keramik-Krippe

 

 Einleitung       Rede B. Schaufelberger

 

 

        Dieses Recht wurde für die Friedhofskapelle ausgesprochen und von den Katholiken bis 1861 wahrgenommen.

 

       Aus den Schwierigkeiten, Geld für die Reparatur der Friedhofskapelle aufzubringen, entstand der Wunsch

   nach einem eigenen Gotteshaus.

      Domkapitular Franz Sales Schmidt, Freiburg, leitete 1858 eine Spendenaktion ein, die die benötigten Mittel

   erbrachte. 1860/61 wurde das Bauwerk an der jetzigen Stelle nach Plänen von Baudirektor Heinrich Hübsch

   errichtet. Am 3. Oktober 1861 wurde die Kirche durch den Bischof von Mainz, Wilhelm Emmanuel Ketteler,

   konsekriert und - zu Ehren des Namenspatrons des Initiiators - dem Hl. Franz von Sales geweiht.

   

    Es handelte sich um ein einschiffiges Langhaus mit rechteckigem Chorabschluß. Auf dem Satteldach über der Eingangsseite bekam die Kirche einen Dachreiter mit Pyramidendach.

Sie besaß 3 Altäre; Kanzel und Taufstein ( dieser wird heute als Weihwasserbecken benutzt ).

    Der neu erbauten Kirche stiftete die Stadt Kandern 1861 eine kleine g-Glocke. Sie befindet sich heute im Heimatmuseum. Die weiteren zwei im Jahre 1901 gegossenen Glocken mussten bereits im ersten Weltkrieg abgeliefert werden. 1953 schuf die Glockengießerei Schilling in Heidelberg das heutige dreistimmige Glockengeläut. Im Te-Deum-Motiv erklingen die cis-Glocke ( Christ-Königs-Glocke ), e-Glocke ( Mutter-Gottes-Glocke ) und die fis-Glocke ( Franz-von-Sales-Glocke ).

 

 

    In den Jahren 1959/60 erfolgte ein Umbau nach Plänen von A. Ohnmach. Das Innere des Kirchenraumes wurde durch Anbau nach Osten und Westen kreuzförmig erweitert und bekam eine Holzdecke. Der Hochaltar ( eine Riemenschneidernachbildung – die Figuren aus dem Mittelteil befinden sich heute an der Altarwand der Filialkirche in Marzell ) wurde durch einen Steinaltar  ( aus dem 1980 das beim Friedhof stehende Friedenskreuz erstellt wurde ) ersetzt; ebenso die Seitenaltäre.

    In die Ostwand des Chores wurde ein großes Symbolfenster ( Apokalyptisches Lamm, Paradiesbaum, hl. Kreuz mit den Wunden Jesu, Ähre und Traube ) nach Entwürfen von Edzard Seeger, München, eingefügt. Ein großes Hängekreuz aus Bronze ( heute auf dem Lebensbaum ), eine Arbeit von Hubert Bernhard, Waldkirch, ergänzte den Schmuck der Kirche.

 

 

    Unter der künstlerischen Leitung von Hubert Bernhard wurde 1980 das Innere der Kirche neu gestaltet. Dem Hauptaltar gab der Künstler die Form einer großen Schale aus Mainsandstein.

 

    Der Tabernakel wurde in eine Stele in Gestalt eines Lebensbaumes eingefügt, den das große Bronzekreuz krönt  An die Stelle der Seitenaltäre traten eine Leuchterstele, die eine von Siegfried Fricker, Jestetten, geschnitzte Marienfigur mit Kind trägt und ein „Tisch“, die die von Hermann Karl Hakenjos, Kandern, erstellte Keramik-Krippe aufnahm. Eine Statue des Kirchenpatrons ( ebenfalls von S. Fricker ) fand rechts hinten an der Wand ihren Platz. Ferner bekam die Kirche im Eingangsbereich einen Windfang.

 

    Die Orgel des Gotteshauses ist ein Nachkriegswerk 1953/54 von Orgelbauer Willy Dold, Freiburg. Sie verfügt über zwei Manuale, ein Pedal sowie zehn Register und wird mit elektrischer Traktur gespielt.

1995 wurde der Innenraum des Gotteshauses durch den Freiburger Künstler Benedikt Schaufelberger neu gestaltet, nachdem 1993 die Kirche außen renoviert worden war.

 

    Dabei fand auch die Figur des Kirchenpatrons einen neuen Platz über dem „Altartisch“ auf der rechten Seite. Die dort stehende Krippe von Hermann Hakenjos wurde an die linke Seitenwand des Querschiffes versetzt. Ebenfalls an der linken Wand des Langschiffes wurde ein Kreuzweg angebracht, der aus dreizehn geschnitzten Gruppen ( ein Werk von Radegund Fricker ) besteht.

 

Quellen:

                      A. Eisele Zur Geschichte der kath. Kirche in Kandern

                      J. Helm Kirchen, Kapellen im Markgräflerland

Photos:

                      D. Hübler, P. Kühn

 

 

 

 

 

 

Einleitung

 

Rede B. Schaufelberger

 

  

  

Copyright © D. Hübler

Update 28. Februar 2008